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Computergenealogie

Newsletter 01/2018
  1. Adressbücher

    Zum Anfang des Jahres ein paar Zahlen:

    * Adressbücher in der DigiBib: 1165, dies ist ein Zuwachs von 245 im Jahr 2017
    * Online Bücher (ohne DigiBib): 5907, Zuwachs seit Mai 2017: 239
    * Im GenWiki sind insgesamt 7072 Online-Adressbücher nachgewiesen. Insgesamt gibt es Nachweise für 9801 Adressbücher.

    Die Erfassung der folgenden Wunschprojekte ist abgeschlossen:

    * Adressbuch Fulda 1901 8 Freiwillige erfassten innerhalb von 3 Wochen 231 Seiten mit 8.841 Einträgen. Unter diesem Link können die Daten gesucht werden.
    * Adressbuch Bamberg 1937 13 Freiwillige erfassten innerhalb von 3 Monaten 381 Seiten mit 36.520 Einträgen. Suche: hier
    * Adressbuch Ravensburg 1890 Innerhalb von 5 Wochen erfassten 6 Freiwillige 98 Seiten mit 4.909 Einträgen. Suche: hier.

    Ein neues Wunschprojekt wurde zur Erfassung freigegeben:

    * Adressbuch Erfurt 1950. Wie immer, gibt es bei diesem Projekt einige Besonderheiten, die bei der Erfassung zu berücksichtigen sind.

    (Joachim Buchholz, Gerhard Stoll)

    DigiBib

    Neben Adressbüchern wurden in der letzten Zeit weitere Bücher digitalisiert:

    * Durch eine Leihgabe von Herrn Dr. Karl Morgenstern können nun alle erschienen Zeitungen online betrachtet werden. Zitat: „Die Sippenzeitschrift ist nicht nur eine Fundgrube für Familienforscher, sondern auch ein zeitgeschichtliches Dokument. Viele Namensträger hatten im "3. Reich" erhebliche Schwierigkeiten wegen des Namens "Morgenstern". Deshalb wurde letztlich auch die Sippenzeitschrift 1938 ins Leben gerufen.“ Die Jahrgänge 1948, 1949 und 1950 sind der Versuch des Herausgebers Hans Morgenstern, Hamburg, die Zeitschrift nach dem Kriege wieder zu beleben. Sie blieben ohne Register. Mangels Interesse mußte die Fortführung der Zeitschrift aber eingestellt werden.
    * Geschichte der Familie Duvernoy. Ein weiteres Buch mit ausführlichen Personendaten und Stammtafel. Konnte das Buch gleich beim Familiennamen Renner verlinken, da hier eine Verbindung zu Johann Jakob Renner besteht.
    * Evangelische Kirche Deutschlands -Adressbuch 1927 und Das Ortsbuch für das Deutsche Reich 1927. Zwei Bücher, die vielleicht für die Aktualisierung des GOV genutzt werden können. Beim ersten Buch sind neben den Pfarrern auch so Dinge wie Schulen und Entfernungen zu Bahnhöfen dokumentiert.
    * Fahndungsblatt der Großherzoglich Badischen Gendarmerie 1844. Wie die zur Zeit in der Erfassung befindlichen Hannoverschen Polizeiblätter, enthält dies Fahndungen, Anzeigen und Landesverweisungen.
    * Weltgeschichte in Biographien. Dies ist kein Buch, das mit Genealogie zu tun hat. Es ist ein Lehrbuch, welches von Oberlehrern der königlichen Realschule zu Annaberg herausgegeben wurde. Die Herren waren sehr fleißig, denn dies ist die zehnte Auflage.

    Grabsteine

    Das Grabstein-Projekt vermeldet die Dokumentation sämtlicher Grabsteine auf dem Großfriedhof 70806 Kornwestheim (Ludwigsburg, Stuttgart, Baden-Württemberg).
    * Die Grabsteine vom Kieler Eichhof Parkfriedhof sind komplett archiviert. Der Fotograf machte rund 12.000 Fotos und bearbeitete sie anschließend.
    * Die Grabsteine vom Friedhof der Stadt Uetersen (Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein) wurden veröffentlicht. Insgesamt wurden 6.400 Personendaten von 3.400 Grabsteinfotos erfasst.
    * Bemerkenswert ist, dass erstmalig in einem Bundesland 1.000 Dokumentationen von Grabsteinen archiviert wurden. Hier ist die Auflistung Hessen.
    * Der Fotograf vom Heimatverein Möglingen fertigte 4.850 Fotos - insgesamt sind 8.250 Personen erfasst.
    * In einem Blogbeitrag „Heimatkunde auf dem Friedhof“ stellte Thomas Schmitz Petra Greis vor. Sie ist Familienforscherin und Mitglied im Verein für Computergenealogie. Zwischen Oktober 2016 und November 2017 nahm sie 3118 Personendaten und 1511 Gräber rund um die Alte Kirche in Mechernich auf, die hier aufrufbar sind. Die Vertreibung der eigenen Vorfahren aus Ungarn war der Schlüsselpunkt.

    Allen Bearbeitern ein herzliches Dankeschön! (Holger Holthausen)

    Online-OFB

    Das Jahr 2017 war wieder sehr ergiebig, es sind 56 neue Online-OFBs dazugekommen, zur Zeit sind 675 OFBs veröffentlicht, wir haben die Grenze von 9 Mio. Personendatensätzen überschritten und erreichen bald den eine Milliarden'sten Zugriff. Im letzten Monat des Jahres 2017 war die Zahl neuer OFBs besonders groß. Bernd Brozio bearbeitet das gesamte Kirchspiel Czychen in Ostpreußen. Er hat das Kirchspiel in kleine Datenbanken aufgeteilt und zur Verfügung gestellt. Herausgekommen sind 13 Einzel-OFBs:

    * Czukten (Czukty), Czychen (Cichy), Diebowen (Dybowo), Gollubien (Golubie Wężewskie), Griesen (Gryzy), Haasznen (Borki Zamoscie), Masuhren (Mazury), Neuendorf (Jabłonowo), Rogonnen (Rogojny), Sawadden (Zawady Oleckie), Sokolken (Sokółki), Statzen (Stacze), Wensöwen (Wężewo).

    Diana Felk bearbeitet zwei OFBs im Gebiet Oberschlesien:

    * Katscher (Kietrz) gehört zum Kreis Leobschütz in Oberschlesien
    * Zauditz (Sudice) ist eine Gemeinde in Tschechien und liegt im nördlichen Zipfel des Hultschiner Ländchens an der Grenze zu Polen.

    Weitere neue OFBs sind:

    * Cegealac (Dobrudscha, Rumänien) Im Frühjahr des Jahres 1875 kamen aus Katzbach (Bessarabien) über Tultscha und Katalui die ersten Ansiedler nach Kodschalak. Bearbeiter: Axel Eichhorn
    * Demmin (Militärgemeinde) Für das Ortsfamilienbuch wurde das Militärkirchenbuch der Garnisonsgemeinde für den Zeitraum 1860 bis 1900 ausgewertet. Geplant ist eine vollständige Auswertung bis 1937. Bearbeiter: David Krüger
    * Kronsdorf (Tschechische Republik) Krasov (deutsch Kronsdorf) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt zwölf Kilometer westlich von Krnov und gehört zum Okres Bruntál. Bearbeiter: Wolfgang Metzner
    * Heek (Nordrhein-Westfalen) Die heute rund 8.500 Einwohner zählende Gemeinde Heek liegt nahe der holländischen Grenze zwischen den Mittelzentren Ahaus und Gronau. Bearbeiter: Alfons Nubbenholt

    Ich wünsche allen Bearbeitern ein herzliches Dankeschön, einen guten Rutsch und ein sehr erfolgreiches Jahr 2018. (Herbert Juling)
  2. Mennonitische Kirchenbücher von 18 Gemeinden aus ganz Deutschland gingen online, auch die Hauptstadt Berlin ist dabei. Das Landesarchiv Speyer ging online. Damit kann in Archion erstmals auch in katholischen Kirchenbüchern geforscht werden. Kirchenbücher aus 15 verschiedenen Archiven stehen derzeit für die Forschung bereit. Zum Jahreswechsel kommt das 16. Archiv mit dem ersten Import von Kirchenbüchern aus Anhalt hinzu. Die evangelisch-lutherische Landeskirche in Sachsen entschied sich für eine Teilnahme bei Archion, im neuen Jahr kann man schon in den ersten sächsischen Kirchenbüchern online blättern. Inzwischen sind über 70.000 Bücher mit mehr als 12 Millionen Bildern von Kirchenbuch-Doppelseiten online. Das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz ist nahezu komplett online und bemüht sich außerdem, von den politischen Gemeinden die Genehmigung zu erhalten, die in Stadtarchiven, Standesämtern oder Bürgermeisterämtern liegenden Kirchenbücher bei Archion einzustellen.
  3. Die niederländische Datenbank Open Archives von Bob Coret bietet den Zugang zu 174 Millionen Personen aus niederländischen und belgischen Archiven. Dabei sind oft auch mit den Angaben zu Heiraten und Geburten Verknüpfungen zu Ehepartnern und Eltern angegeben. Open Archives nutzt diese Informationen, um die Vorfahren einer Person zu ermitteln und in einer kleinen Ahnentafel darzustellen. Schaut man ein Dokument bei Open Archives an, so sucht Open Archives automatisch nach den Vorfahren, die im Dokument genannt sind. Wenn es Angaben dazu gibt, dann erscheint ein Ahnentafel-Symbol mit der Anzahl der gefundenen Ahnen zur gesuchten Person. Mit einem Klick auf das Ahnentafelsymbol öffnet sich ein Fenster mit allen gefundenen Verknüpfungen. Man kann das Bild zoomen und herunterladen. Mit einem Klick auf eine Person erscheint das Dokument, aus dem die Information stammt. Natürlich können nicht in jedem Fall Vorfahren gefunden werden, weil entweder die Informationen noch nicht verfügbar sind oder zu wenig Unterstützung gegeben wird, die Vorfahren mit ausreichender Genauigkeit zu finden.
  4. Das Genealogieprogramm Ages! wurde weiterentwickelt und steht nun in der Version 2.1 zur Verfügung. Zu den Neuerungen: Die eingegebenen Daten werden noch intensiver auf Plausibilität geprüft. Für die Forscher im Rheinland ist der eingebaute französische Revolutionskalender von Interesse, man braucht das Datum nicht mehr mühevoll vorher rauszusuchen. Bis Anfang Januar gibt es den Download der Beta-Version nur über einen Link im Ages!-Forum, und nicht über die offizielle "Downloads"-Seite. (Peter Schulz)
  5. Ab dem 1.1.2018 ist es in den Lesesälen des Landesarchivs NRW in Duisburg, Münster und Detmold möglich, Fotografien von Archivgut mit einer eigenen Kamera kosten- und gebührenfrei anzufertigen. Genaue Informationen wurden auf der Homepage bereitgestellt. Wenn Sie Archivgut selbst fotografieren möchten, wenden Sie sich bitte an die Lesesaalaufsicht. Sämtliche Unterlagen, die fotografiert werden sollen, sind vorher der Lesesaalaufsicht zur Prüfung vorzulegen. Die Kenntnisnahme der Bedingungen, denen das Fotografieren im Lesesaal unterliegt, ist im Voraus schriftlich zu bestätigen. Was bedeutet das konkret z.B. für die Personenstandsnebenregister? Auf der Basis der genannten Grundsatzentscheidungen, die für das ganze Landesarchiv gelten, haben sich die beiden nordrheinwestfälischen Personenstandsarchive auf das folgende, einheitliche Vorgehen verständigt: Geburtsnebenregister bis 1899, Heiratsnebenregister bis 1899, Sterbenebenregister bis 1938 dürfen fotografiert werden, jüngere Bände nicht. Zur Erläuterung: Diese Grenzjahre wurden gewählt, um u.a. die in beigeschrieben Adoptionen und Geburten von möglicherweise noch lebenden Kindern sowie bei den Sterberegistern in Eintragungen von Totgeburten enthaltenen Daten zu schützen.