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Computergenealogie

Newsletter 12/2017
  1. Allen Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Neues Jahr - das wünschen Ihnen die Redaktion der COMPUTERGENEALOGIE und der Vorstand des Vereins für Computergenealogie!
  2. DES-Verlustlisten

    Die Erfassung der Österreichisch-Ungarischen Verlustlisten aus dem 1. Weltkrieg als Gemeinschaftsprojekt von CompGen, Familia Austria, AkdFF und AkuFF wurde im Rahmen des November-Treffens von Familia Austria in Wien mit Hilfe des Daten-Eingabe-Systems DES und OCR-Erkennung gestartet. Die vom Österreichischen Staatsarchiv zur Verfügung gestellten Originalhefte ließ Familia Austria einscannen und mittels maschineller Texterkennung (OCR) erfassen. In der Folge bereiteten Mitarbeiter dieses Vereins die Tabellen zur automatisierten Bearbeitung weiter auf. Mit einer eigens programmierten Erweiterung des Daten-Eingabesystems DES von CompGen können Ergebnisse zur direkten Dateneingabe am Scan aufbereitet werden. Diese Erweiterung ist ein technischer Meilenstein und kommt erstmalig bei der Indexierung der Österr.-Ungarischen-Verlustlisten bei CompGen zum Einsatz. Erste Tests haben ergeben, dass sich die Erfassungsgeschwindigkeit durch dieses Vorgehen nahezu verdoppelt. Die Resultate dieser Erfassung sind bei CompGen frei und kostenlos per durchsuchbar und werden auch bei Familia Austria benutzbar sein. Für Erfasser stehen inzwischen ausführliche Anleitungen in deutscher, englischer und ungarischer Sprache zur Verfügung. Inzwischen hat Jesper Zedlitz erste statistische Auswertungen veröffentlicht. Wie man mitmachen und auch in den bisher erfassten Daten suchen kann, findet man unter Verlustlisten.at.

    DES-Adressbücher

    Eine Reihe von Wunschprojekten wurden zur Erfassung freigegeben:

    * Adressbuch der Stadt Fulda 1901 Die Daten sind einfach strukturiert. Deshalb ist die Erfassung für Einsteiger gut geeignet. Bitte die Besonderheiten zum Erfassungsfenster beachten.
    * Adressbuch der Hauptstadt Freiburg im Breisgau 1922 Das 2013 teilweise offline erfasste Adressbuch soll im DES komplettiert werden. Die Druckqualität ist teilweise nicht so gut. Wenn man nicht sicher ist, ob etwas richtig erfasst wurde, den Eintrag bitte "röten". Auch hier bitte die Besonderheiten bei der Erfassung beachten.
    * Adressbuch der Stadt Ravensburg 1890 Dieses Projekt ist sehr übersichtlich struktuiert. Die Erfassung ist für Einsteiger gut geeignet.

    Die Erfassung dieser Wunschprojekte wurde im DES abgeschlossen:

    * Neues Adress-Buch von Stadt und Schloß Wernigerode 1893/94 Im Zeitraum von nur 3 Wochen erfassten 6 Freiwillige 235 Seiten mit 7.588 Einträgen. Mein besonderer Dank geht an eine Erfasserin, die allein 50% der Daten bearbeitet hat. Alle erfassten Daten können unter diesem Link gesucht werden.
    * Adressbuch der Residenzstadt Weimar 1853 Innerhalb von 1 Wochen erfassten 2 Freiwillige 32 Seiten mit 4.386 Einträgen. Zur Suche.
    * Adressbuch der Stadt Demmin 1906 Innerhalb von 1 Woche erfassten 5 Freiwillige 113 Seiten mit 6.388 Einträgen. Ein besonderer Dank geht an eine Erfasserin, die ca. 70% Daten allein bearbeitet hat. Zur Suche.
    * Adressbuch der Haupt- und Residenzstadt Carlsruhe 1837 Innerhalb von 3 Wochen erfassten 7 Freiwillige 204 Seiten mit 8.781 Einträgen. Das Interessante an diesem Adressbuch ist, dass der gesamte Großherzogliche Hofstaat aufgeführt wurde. Zur Suche.
    * Adress-Buch der Chemnitzer Umgebung 1901 Im Zeitraum von 10 Wochen erfassten 9 Freiwillige 733 Seiten mit 64.652 Einträgen. Zur Suche.
    * Adress- und Geschäfts-Handbuch der Stadt Kaiserslautern 1870 Innerhalb von 26 Tagen erfassten 7 Freiwillige 133 Seiten mit 8.529 Einträgen. Zur Suche.
    * Danziger Einwohnerbuch 1942 Im Zeitraum von 8 Monaten erfassten 23 Freiwillige 965 Seiten mit 111.744 Einträgen. Unser besonderer Dank geht an eine Erfasserin, die allein 30% aller Daten erfasst hat. Zur Suche.

    Allen Erfassern ein herzliches Dankeschön! Joachim Buchholz

    Grabstein-Projekt

    Auch im November 2017 konnte sich das Grabstein-Projekt über einen regen Zuspruch freuen. Täglich wird die Datenbank mit neuen Fotos von Grabsteinen "gefüttert" und die fleißigen Fotografen erfassen die Inschriften der Grabsteine. Die vor kurzem dokumentierten Friedhöfe sind hier gelistet. Ende November wurden dem Projekt 15.000 Grabsteinfotos von Berliner Friedhöfen zur Verfügung gestellt, mittlerweile wird die Datenerfassung vorgenommen. Ein Mitglied des Arbeitskreises für Familienforschung in Baden-Durlach Unterland hat in der Vergangenheit 42 Friedhöfe im Rhein-Lahn-Kreis komplett dokumentiert. Nun erhielt das Grabstein-Projekt tausende Fotos. In diversen Berichten wurde das Projekt öffentlich vorgestellt:

    * Das Westfalen-Blatt widmet dem engagierten Mitarbeiter vom Grabstein-Projekt Jürgen Thannhäuser einen Bericht.
    * Neuerdings befinden sich auf wenigen Grabsteinen die sogenannten QR-Codes. Die Codierung wird von einem elektronischen Gerät, z.B. Smartphone, gescannt und damit können weitere Informationen über den Verstorbenen aktiviert werden. Hinterlegt sind oftmals der Lebenslauf, einige Fotos und sogar die Stimme des dort Bestatteten.
    * Grabstein-Projekt im Wikipedia: Das große und bekannte Online-Lexikon Wikipedia hat einen kleinen Artikel über das Grabstein-Projekt veröffentlicht.

    Allen Fotografen, Bildbearbeitern, Datenerfassern und Korrekturlesern ein herzliches Dankeschön für die geleistete Projektarbeit!
    (Holger Holthausen)

    Online-OFB

    Im November können 12 neue Online-Ortsfamilienbücher vermeldet werden:

    * Wildenbruch (Pommern), ein altes Amtsdorf im Kreis Greifenhagen in Pommern, heute Swobnice in Polen. Bearbeiter: Bernd Oldenburg
    * Rösnitz und Steuberwitz (Oberschlesien) liegen im Kreis Leobschütz. Dieses OFB befindet sich im Aufbau. Bearbeiterin: Diana Felk
    * Krasna (Bessarabien). Dieses Familienbuch ist eine Hommage an die ehemaligen katholischen Bewohner von Krasna, Kreis Akkerman, Oblast Odessa. Bearbeiter: Otto Riehl, Ted J. Becker
    * Altwied (Rheinland-Pfalz) (bis zur Gründung der Stadt Neuwied 1653 nur Wied, danach Gräfenwied, Altenwied und ab dem 18. Jhdt. Altwied) war einst neben Dierdorf und der Burg Braunsberg eine der Residenzen der hist. Grafschaft Wied. Bearbeiter: Ortwin Reinhard
    * Bad Fallingbostel (Niedersachsen) an der Böhme liegt in der Südheide, zwischen Soltau und Walsrode, und der Heidmark. Bearbeiter: Frank Steinke
    * Mücheln (Sachsen-Anhalt) wurde erstmalig in einem zwischen 881 und 800 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Herfeld erwähnt, als zehntpflichtiger Ort Muchilacha im Friesenfels und die Burg Mücheln als Muchileburg. Bearbeiter: Frank Steinke
    * Thierenberg (Ostpreußen). Das Dorf gehörte zum Samland. Der Ort bestand bis 1946 und existiert heute nicht mehr. Es lag im Kreis Fischhausen, im nördlichen Ostpreußen in der heutigen russischen Oblast Kaliningrad. Bearbeiter: Simone Karschau
    * Giersdorf (Oberschlesien) - In Schlesien gab es mehrere Dörfer mit dem Namen Giersdorf. Die vorliegenden Daten beziehen sich auf Giersdorf (poln. Gieralcice) in Oberschlesien im Kreis Neisse. Bearbeiterin: Monika Noack
    * Stolpe auf Usedom (Mecklenburg-Vorpommern). Die Gemeinde liegt am Nordufer des Stettiner Haffes, zugehörig sind die Orte Prätenow und Gummlin. Bearbeiter: Dirk Mannschatz
    * Messel (Hessen). Dieses Familienbuch wurde auf der Basis der alten Kirchenbücher der evang. Kirchengemeinde Messel erstellt. Die Bücher konnten bis einschließlich 1875 in vollem Umfang ausgewertet werden. Bearbeiter: Rainer Kötting, Karl Wenchel
    * Messel (Juden) (Hessen). Die Judengemeinde in Messel hatte schon in den 1740er Jahren eine eigene Synagoge erbauen lassen. Diese "Judenschule", wie man sie volkstümlich nannte, gehörte nach einer Aufstellung aus dem Jahre 1905 zu den ältesten jüdischen Gotteshäusern im Volksstaat Hessen. Bearbeiter: Rainer Kötting
    * Beimerstetten mit Hagen und Eiselau (Baden-Württemberg) ist ein Dorf auf der Schwäbischen Alb. Grundlage sind die Kirchenbücher der evangelischen Pfarrei ab 1559. Bearbeiter: Jörg Hurth

    Allen Bearbeitern ein herzliches Dankeschön. Herbert Juling
  3. Auf FamilySearch kann man ab 13. Dezember historische Aufzeichnungen wie Kirchenbücher nur noch durchsuchen, wenn man sich zuvor anmeldet. Laut FamilySearch-Support haben die Archive, deren Bestände auf der Website zu finden sind, dies gefordert. Der Account ist allerdings kostenfrei und bietet Funktionen wie eine Quellensammlung. Weitere Informationen und ausführliche Anleitungen sind im GenWiki-Artikel zu FamilySearch zu finden.
  4. Bei der jüngsten weltweiten Internet-Indexierungsaktion von FamilySearch vom 20. bis zum 22. Oktober 2017 haben 79.855 ehrenamtliche Helfer teilgenommen und 7.275.546 Einträge aus Kirchenbüchern und Dokumenten indexiert. Dabei kam das neue browserbasierte Indexierungstool zum Einsatz, mit dem direkt am Bildschirm der Inhalt eines angezeigten Scans in eine Maske eingetragen werden konnte. Alle Einträge werden doppelt von Spezialisten überprüft. Aus einer Reihe von internationalen Projekten können auch weiterhin Quellen zum Abschreiben ausgewählt werden. Hier eine kleine Auswahl von Quellen aus deutschsprachigen Gebieten:

    * Kirchenbuchverzeichnisse Sachsen 1600-1900
    * Volkszählungslisten Sachsen 1770-1934
    * Kirchenbücher Gurk, Kärnten, Österreich 1527-1986
    * Luxemburg Meldeunterlagen 1796-1923
    * Todesanzeigen (obituaries) für deutsche Einwanderer in USA 1950-2016
  5. Alle zur Benutzung freigegebenen Kirchenbücher der Evangelischen Kirche der Pfalz, rund 3600, sind online. Zusammen mit den 400 Kirchenbüchern (ev., ref., kath. 1565-1798), die im Landesarchiv Speyer aufbewahrt werden, ist das Gebiet der evangelischen Kirche der Pfalz nahezu abgedeckt. Das Zentralarchiv bemüht sich außerdem, von den politischen Gemeinden die Genehmigung zu erhalten, die in Stadtarchiven, Standesämtern oder Bürgermeisterämtern liegenden Kirchenbücher in Archion einzustellen. Zum Ende eines jeden Kalenderjahres werden die nicht mehr unter die Schutzfrist fallenden Kirchenbücher in Archion eingestellt und zur Benutzung freigegeben.