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Computergenealogie

Newsletter 08/2017
  1. Das Programm für den 69. Deutschen Genealogentag in Dresden (22.-25.9.2017) ist online. Die angemeldeten Tagungsteilnehmer können sich dort mit ihrem Registrierungscode ihr Wunschprogramm zusammenstellen. Der Festabend am Freitag ist ausgebucht. Mit einem kostenlosen Einsteigerprogramm im Conference-Center im World Trade Center Dresden soll die Ausstellung noch attraktiver gemacht werden. Per Facebook und E-Mail gab es schon positives Feedback, besonders von Neueinsteigern in das Thema Ahnenforschung, die vorbeikommen wollen. Für die Ausstellung haben sich über 50 Vereine und Firmen ihren Platz gesichert.
  2. DES-Adressbücher

    Neue Adressbücher wurden zur Online-Erfassung ins DES gestellt:

    * Hof (an der Saale) 1936-37
    * Köthen (Anhalt) 1947 Stadt und Land
    * Kreis Grevenbroich 1906

    Die jeweiligen Besonderheiten, die zu beachten sind, werden auf der Projektseite beschrieben.

    Die Erfassung folgender Adressbücher wurde mit Hilfe des DES beendet:

    * Husum 1900. Die restlichen 155 Seiten des bereits teilerfassten Buches mit 6.887 Einträgen wurden erfasst.
    * Heidelberg 1914. Innerhalb von 3,5 Monaten erfassten 15 Freiwillige 531 Seiten mit 32.791 Einträgen.
    * Vaihingen auf den Fildern 1938. 6 Freiwillige erfassten innerhalb einer Woche 148 Seiten mit 6.564 Einträgen.

    DES-Laborvorstände

    Das Erfassungsprojekt für die Berichte des Verbandes der Laboratoriumsvorstände (siehe auch hier) wurde nun auch im offiziellen Newsletter der GDCh veröffentlicht, so dass der Interessentenkreis u.U. gesteigert werden kann. Weiterhin teilte die Redaktion der 'Nachrichten aus der Chemie' (Fachjournal der GDCh) mit, dass eine Ankündigung des Projekts auch in der September-Ausgabe aller Voraussicht nach enthalten sein wird. (Tim Peppel, Rostock)

    Grabstein-Projekt

    Im Monat Juli 2017 wurden die Grabsteine von rund 70 Friedhöfen neu dokumentiert. Diese Friedhöfe befinden sich u.a. in folgenden Kreisen/Landkreisen: Rendsburg-Eckernförde, Steinburg, Stormarn, Verden, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Neckar-Odenwald, Main-Kinzig, Lahn-Dill, Rhein-Hunsrück. Des Weiteren sind ehemalige deutsche Friedhöfe in der heutigen Tschechischen Republik neu in der Datenbank. Vielen Dank an alle Fotografen und Datenerfasser für die geleistete, unermüdliche Mitarbeit im Grabstein-Projekt! (Holger Holthausen)

    GOV-Workshop

    In zwei GOV-Workshops werden Anfänger und zukünftige Bearbeiter in das Geschichtliche Ortsverzeichnis (GOV) eingeführt. Zu den Terminen siehe weiter unten. Das GOV ist wie alle CompGen Projekte als Mitmachprojekt ausgelegt. Ein Bearbeiter muss neben dem Fachwissen oder entsprechender Literatur über die Ortsstrukturen ebenfalls über Grundwissen über die Bearbeitung in der GOV Datenbank verfügen. Im Rahmen eines Workshops wollen wir die verfügbare Literatur über Ortsstrukturen und Methoden zur Bearbeitung der GOV Datenbank zeigen. Die Teilnehmer des Workshops lernen neue und fehlende Eingaben ihres Forschungsgebietes anzulegen und fehlerhafte Eingaben zu korrigieren. Der Workshop wird als Grundlage die lokalen Orte verwenden, wobei die Systematik auf andere Regionen in Deutschland angewendet werden kann. So finden Familienforscher Angaben wie geographische Lage des Ortes, verschiedene Schlüsselzahlen, andere oder frühere Namen und historische Zugehörigkeit. Im GOV sind Kirchen, Kirchenkreise, Orte, Landkreise, Regionen u. ä. enthalten.

  3. Am 31. August endet das Mikrofilm-Zeitalter bei FamilySearch: Dann kann man keine Filme mit Kirchenbüchern oder anderen Dokumenten mehr in die Center für Familiengschichte bestellen. Die Filme wurden oder werden digitalisiert. Wie geht es weiter? Die COMPUTERGENEALOGIE interviewte Joe Everett, Program Manager, Family History Center Services in Provo, Utah, USA.

    Welcher Anteil der Filme wird bis 1. September digitalisiert sein?

    Etwa 62 Prozent der rund 2,4 Millionen Rollen Mikrofilm werden dann gescannt und die allermeisten auch online sein. Die Filme können aber Restriktionen unterliegen, die den Online-Zugang erstmal verhindern, z.B. durch Verträge oder den Datenschutz. FamilySearch versucht aber alles, um solche Restriktionen abzubauen; ob es gelingt, hängt von den Abkommen mit den Besitzern der Dokumente und den jeweils gültigen Gesetzen ab. Deshalb hoffen wir, bis 1. September noch mehr Filme online stellen zu können. Aber 25 Prozent der digitalisierten Filme unterliegen Bestimmungen, deretwegen man sie nur in einer Familienforschungsstelle nutzen kann.
    Werden wirklich alle Mikrofilme bis 2020 digitalisiert zugänglich sein, via Internet oder in einem Center für Familiengeschichte? Oder gibt es Filme, die jetzt zugänglich sind, aber nicht digitalisiert werden?

    Das Ziel ist, alle Filme aus dem Leihverkehr bis 2020 zu scannen, die nicht schon online frei zugänglich sind. Wenn ein Mikrofilm gescannt wurde, geht er am selben Tag online. Alle Filme, für die keine rechtlichen Einschränkungen gelten, sollen entweder via Internet oder in einem Center zugänglich werden. Einige Mikrofilme waren vom Leihverkehr ausgeschlossen, aber FamilySearch plant, sie irgendwann zu digitalisieren, wohl erst erst nach 2020, so dass sie besser zugänglich sind und indexiert werden können.

    Was genau finde ich auf den Computern im Center für Familiengeschichte – alle Filme, die bereits digitalisiert wurden und für die keine Einschränkungen gelten, so dass ich die gar nicht mehr vorab bestellen muss? Plus Zugang zu bestimmten Websites, die normalerweise gebührenpflichtig sind, den offiziellen Partner-Websites?

    Ja, die Center haben Zugang zu allen Filmen, die bereits digitalisiert wurden und für die keine Einschränkungen gelten. Das schließt Scans ein, die man von zuhause aus nicht einsehen kann. Wie gesagt, rund 25 Prozent der digitalisierten Filme kann man nur im Center nutzen. Die Center haben auch Zugang zu Partner-Website wie Ancestry und Findmypast sowie anderen gebührenpflichtigen Websites.

    Ermutigen Sie die Center, die dort ausgeliehenen Filme nach dem 31. August eher zurückgeben oder zu behalten? Können die Nutzer, die sie dorthin ausgeliehen haben, fordern, dass sie im Center bleiben?

    FamilySearch verlangt nicht von den Centern, die Mikrofilme zurückzugeben, es gibt kein Rückgabedatum mehr. Seit der Ankündigung Ende Juni wurden alle befristeten Ausleihen und Verlängerungen ohne Zusatzkosten in unbefristete Ausleihen umgewandelt. Und alle Bestellungen sind jetzt unbefristete Ausleihen, zu denselben Gebühren wie früher die befristete Ausleihe. Die Dauer-Ausleihe gibt es nicht mehr. Die Filme können im Center bleiben, solange sie dort gebraucht werden, aber mindestens 150 Tage, also die verlängerte befristete Leihperiode ab dem Tag der Zustellung des Films; das gilt auch für Filme, die vor dem 31. August bestellt wurden, aber erst danach eintreffen. Nach dem 31. August können die Center für Familiengeschichte, unter der Leitung der örtlichen Kirchenführer, entscheiden, wie lange sie die Filme behalten wollen. FamilySearch hat einige Vorschläge über den Umgang mit den Filmen formuliert: Filme sollen zurückgegeben werden, wenn sie online sind. Wenn sie nicht online sind und Nutzer noch damit arbeiten, sollen die Center diese Filme behalten, solange sie gebraucht werden, also bis sie online sind. Sollte ein Center schließen, was selten vorkommt, oder wenn ein Center entscheidet, Filme wegzugeben, die noch nicht online sind, soll es mit dem FamilySearch Support Kontakt aufnehmen um sie in ein nahegelegenes Center zu transferieren. Dies soll aber frühestens 150 Tage nach dem Eintreffen des Films geschehen.

    Interview: Renate Ell, Birgit Wendt
  4. Die neun besten internationalen und kostenlosen Genealogie-Webseiten wurden vom FamilyTree Magazine zusammengestellt. Genealogy.net steht an sechster Stelle. Die Liste wird angeführt von der Dänischen demographischen Datenbank, aus Norwegen: das Digitalarchiv mit der Volkszählung von 1875 und vielen weiteren Daten, die Federation of Eastern European Family History Societies mit Datenbanken, Karten und Hilfe-Seiten, Genealogyindexer.org mit Daten für die Forschung in Zentral- und Osteuropa, aus Frankreich: GeneaNet für die Suche nach französischen Vorfahren, aus Deutschland: unser Genealogie-Server, JewishGen mit Namens-, Stammbaum- und Ortssuche, aus den Niederlanden Who Is Who für die Suche nach 130 Mio. holländischen Vorfahren und das WorldGenWeb. Das Magazin bietet auf seinen Seiten viele weitere themenspezifische Listen mit den 101 besten Webseiten an.
  5. MyHeritage.com teilte mit, dass die Firma am 3. August 2017 Millenia Corporation, die Macher des Genealogieprogramms Legacy Family Tree und der Legacy Family Webinars, übernommen hat. Die Webinars von Legacy Family sind populäre Online-Präsentationen und Vorträge, die von bekannten Rednern in den USA angeboten werden. Dasauch in deutscher Sprache erhältliche Genealogieprogramm Legacy Family Tree gibt es seit 20 Jahren und soll neben dem Family Tree Buider von MyHeritage weiter entwickelt werden. Die geplante Version 10 wird die Möglichkeit erhalten, die Daten mit den Stammbäumen bei MyHeritage zu synchronisieren. Auch der Family Tree Buider wird weiter entwickelt, aber nicht mit Legacy Family Tree verschmolzen.