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Familienbuch der früheren jüdischen Gemeinde Steinbach am Clan Familienbuch der früheren jüdischen Gemeinde Steinbach am Clan

Über die ehemalige Jüdische Gemeinde Steinbach am Glan wurde schon viel geschrieben. Mehr als 40 Beiträge in der lokalen Presse (Westricher Rundschau), regionalgeschichtlichen Periodika (Westricher Heimatblätter), der Ortschronik und in anderen Büchern lassen sich finden. Das wundert nicht, waren doch in dem einst als „Judensteinbach“ bekannten Ort Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu einem Drittel der Einwohner jüdischen Glaubens. Zur „Israelitischen Kultusgemeinde Steinbach“, so die offizielle Bezeichnung, gehörten auch Jüdinnen und Juden von Bettenhausen, Börsborn, Glan-Münchweiler, Haschbach und Nanzweiler. Nach dem Ende der Jüdischen Gemeinde in Brücken (um 1870) gehörte auch Brücken zur Jüdischen Gemeinde Steinbach. Überraschen muss es aber, dass eine seit Jahren vorliegende, umfassende Zusammenstellung aller Familien der Jüdischen Gemeinde Steinbach von Hubert Diwo bisher wenig beachtet wurde. Für die Darstellung der Geschichte der Steinbacher Juden ist ein solches Werk jedoch unverzichtbar. So greift auch Roland Paul in seinem Beitrag für die Steinbacher Ortschronik von 2005 auf die ihm vom Autor zur Verfügung gestellte maschinenschriftliche, systematisch zusammengestellte Datensammlung zurück. Es darf hier von einem Familienbuch gesprochen werden, das nicht nur für genealogische Nachforschungen von Angehörigen der Steinbacher Juden von Bedeutung ist, sondern auch als wissenschaftliches Hilfsmittel für Historikerinnen und Historiker und historisch interessierte Laien schon längst zur Verfügung gestellt werden sollte. Der Verein Pfälzisch-Rheinische Familienkunde e.V. (PRFK) stellt deshalb auf seiner Homepage bis auf Weiteres das „Familienbuch der früheren Jüdischen Gemeinde Steinbach am Glan“ als PDF-Datei zur Einsicht bereit.

Hubert Diwo, der Autor des „Familienbuchs“, ist inzwischen 90 Jahre alt und nach wie vor geistig rüstig. Seit April 2018 wohnt er bei seinem Sohn Thomas in Mühlhausen/Thüringen. Geboren wurde er am 8. Mai 1929 in Steinbach am Glan. Seine familiären Wurzeln sind jedoch im lothringisch-saarländischen Raum zu finden. Er war am 10. November 1938, mit neun Jahren, Augenzeuge des Judenpogroms in Steinbach am Glan. Von März 1935 bis März 1943 besuchte er die Volksschule in Steinbach und von April 1944 bis April 1945 die Technische Vorschule der Luftwaffe in Leipzig-Taucha. Eine weiterführende Schule zu besuchen blieb ihm versagt. Nach der Heimkehr begann er eine Lehre als Kraftfahrzeug-Handwerker. Seit 1952 war er bei der Deutschen Post als Omnibusfahrer beschäftigt. Im Dezember 1956 heiratete er seine Frau Erna Velten aus Glan-Münchweiler. Die Tochter Annegret, die heute in Ludwigshafen lebt, und der Sohn Thomas, der in Mühlhausen/Thüringen wohnt, kamen dazu. Seit dieser Zeit lebte die Familie in Glan-Münchweiler, „es war unsere Heimat“, so Diwo.

Daten

Version1.0
Dateigröße1.91 MB
Downloads10
Sprache Deutsch
LizenzCreative Commons external
AutorHubert Diwo
Webseite
Preis
Erstelldatum29.10.2019>
Erstellt vonUwe Traschütz
Änderungsdatum29.10.2019>
Geändert vonUwe Traschütz

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