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Haag, Conrad
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22.9.1813 Appenthal - † 14.8. 1888 Appenthal [Angabe auf dem Grabstein auf dem Friedhof Appenthal; vgl. Photo bei Elmsteiner Heimatschrift 6/2005, S. 6] im Alter von 74 Jahren; auch als „Konrad Haag“ genannt; Müller auf der Mahlmühle in Appenthal, Guts- und Mühlenbesitzer in Appenthal, Bürgermeister 1863-1868 [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 172]; Sohn des Müllers Johann Friedrich *Haag und Margarethe Oster­held; Bruder der Anna Maria Haag (°° 13.10.1835 in Elmstein mit Friedrich (1) Becker vom Münchhof bei Hochspeyer); °° 1844 in Meh­lingen mit Katharina Müller (25.2.1821 Mehlingen - † 26.10.1878 Ap­penthal; Tochter des Ackerers n Mehlingen, Karl Philipp Müller und der Anna Susanna Ruby); die Ehe blieb kinderlos [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 172]. Conrad Haag stellte Anfang 1843 erneut den Antrag bei dem kgl. Landcommisariat Neustadt die Genehmigung, ne­ben seiner Mahlmühle ein Sägewerk einrichten und betreiben zu können; diesen Antrag hatte bereits sein Vater vergeblich gestellt, der nach Be­denken der Bachanlieger und Wiesenbesitzer 1842 angelehnt worden war. Nach erneuten Gutachten und einer Ortsbe­sichtigung kam der zuständige Bezirksinspektor Strauß zum Ergeb­nis, daß die Einwände gegen die Erweiterung unbegründet seien. Nun aber erhob das kgl. Triftamt Einwendungen und forderte in ei­nem Gutachten, daß die Erweiterung nur unter Bedingungen ge­nehmigt werden dürfte, vor allem daß Reparaturen am sog. Mühl­schutz (an der Abzweigung des Mühlgrabens vom Speyerbach; es ergriff des weiteren für die Wiesenbesitzer Partei, deren Existenz ganz stark davon abhing, daß genügend Futter für das Vieh gewähr­leistet sei. Mit den ihm hierauf erteilten Auf­lagen war der Müller Haag nicht einverstanden und legte Widerspruch ein. Dieser wurde der Regierung in München vorge­legt, von dort wurde ihm der Entzug der Konzession für die Sägemühle angedroht, falls er nicht ein­lenke. Das Ergebnis ist nicht be­kannt. Konrad Haag engagierte sich auch außerhalb seiner Mühle; von 1663/68 war er Bürgermeister von Elmstein. 1885 übergibt er der Gemeinde 300 Mark zur Anschaffung von Glocken, und hinterlegte 100 Mark für einen Grab­platz. Der prot. Kirchengemeinde stiftete er 1888 einen Be­trag von 300 Mark für den Kirchturmbau und spendete an die Gemeinde 300 Mark, aus deren Zinsgewinn Kleider für bedürftige Kinder gekauft werden sollte. Weiterhin spendete er 1400 Mark um Glocken für Appenthal anzuschaffen [Vgl. Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. 2002, S. 16]. Die Ehe blieb kinderlos; die Mühle ging deshalb nach seinem Tod an seinen Nef­fen Friedrich (2) Becker, den Sohn seiner Schwester Anna Maria Haag (°° 13.10.1835 in Elmstein mit Friedrich (1) Becker vom Münchhof bei Hochspeyer) [Vgl. Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. 2002, S. 16; vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 68]. Photo: - Elmsteiner Heimatschrift 6/2005, S. 6: Grabstein von Konrad Haag und Ehefrau Katharina, aufgestellt auf dem Appenthaler Friedhof und Elmsteiner Heimatschrift Nr 13, Ausgabe Januar 2006, S. 15

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