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Wagler, Peter
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1795 – 1839 Essingen [Vgl. Angabe von Petra Heisel bei Geneanet, http://gw.geneanet.org/ploebs?lang=de;p=anna;n=peterschmitt, Abruf vom 21.9.2014]; Ackersmann und Müller auf der Dorfmühle (Oberessinger Mühle) in Essingen bei Landau. Sohn des Müllers auf der Dorfmühle, Christian* Wagler († 17.7.1818 Essingen, err.) und der Jakobina Güngerich [Vgl. Angabe im Urkataster Essingen von 1838, Plan-Nr. 1881; vgl. Schweikart: Mühlen in Essingen, Heimatjahrbuch Südliche Weinstraße 2012, S. 46]. °° mit Anna Peterschmitt (1802 - † nach 1840 Essingen); Vater von Anna Barbara Wagler (geb. 1820 Essingen; °° mit dem Ackersmann Jakob Maurer [geb. April 1810 Ober-Mehlingen bei Kaiserslautern; Sohn von Johann Maurer und Katharina Eyer), Magdalena Wagler (31.1.1829 Essingen; °° mit Christian Schweitzer), Elisabetha Wagler (20.9.1832 Essingen - † 29.7.1900 Essingen; °° 1855 mit Christian Schönebeck [4.9.1834 Ingweilerhof/Reipoltskirchen - † 31.5.1901 Essingen, Sohn von Daniel II Schönebeck und der Katharina Krehbiel], aus der Ehe stammen die Kinder Anna Schönebeck [geb. 1.10.1856 Essingen, °° mit Georg Meyer], Emma Schönebeck [3.5.1864 - † 1.12.1833 Landau, °° mit Michael Bierle], Rudolph Schönebeck [2.2.1868 - † 2.2.1959 Essingen, °° mit Anna Margaretha Frech] [Vgl. Angabe von Petra Heisel bei Geneanet, http://gw.geneanet.org/ploebs?lang=de;p=anna;n=peterschmitt, Abruf vom 21.9.2014]. Von seinem Vater Christian Wagler erbte er am 17.7.1818 dessen Teileigentum an der Dorfmühle Essingen. Peter Wagler konnte erst 1829 den größten Teil der Öl- und Mahlmühle von Georg Philipp Böttler kaufen und die 63 Jahre alte Mühle 1834 neu bauen.. Der Dorf­müller Peter Wagler hatte 1838 neben der Mühle auch noch einen der größten landwirtschaftlichen Betriebe in Essingen [Vgl. Schweikart: Mühlen in Essingen, Heimatjahrbuch Südliche Weinstraße 2012, S. 46]. Peter Wagler war auch Eigentümer eines Grundstücks in Essingen, Plan-Nr. 315, im Urkataster von 1838 Gerämmestraße Nr. 179, heute Gerämmestraße Nr. 68, gekauft am 7.3.1834 von Jakob Vester für 2000 fl. Wagler ist dort genannt als Dorfmüller und Ackers­mann [Vgl. Schweikart: Essingen, a.a.O., S. 482]. Der Verkäufer Jakob Vester ist 1834 nach Amerika ausgewandert [Vgl. Schweikart: Essingen, a.a.O., S. 463]. Wagler ist weiterhin Eigentümer eines Hausgrundstücks mit Brennhaus in der Raiffeisenstraße 13, Plan-Nr. 513, das er ebenfalls am 17.7.1818 von seinem Vater Christian Wagler geerbt hat [Vgl. Angabe im Urkataster Essingen von 1838, Plan-Nr. 513, abgedruckt bei Schweikart: Essingen, a.a.O., S. 485]. Im Grundsteuer-Kataster von 1838 ist als Eigentümer der Dorfmühle, Plan-Nr. 1881, Haus Nr. 198 genannt der Peter Wagler, 17.7.1818 Mühle und Ölmühle (südlich des Hainbachs) geerbt vom Vater Christian Wagler, das meiste aber 21.4.1829 durch Kauf von Georg Philipp Böttler für 1500 fl; 1834 alles Neubau. Der Mühlbach beginnt an der Gemarkungsgrenze zu Knöringen bei Plan-Nr. 2009 und ist Eigen­tum des Müllers als Teil der Mühle [Vgl. Angabe im Urkataster Essingen von 1838, Plan-Nr. 1881, abgedruckt bei Schweikart: Essingen, a.a.O., S. 484]. Im „Eilboten Landau“ vom 17.4.1839 bietet Peter Wagler, Gutsbesitzer in Essingen seine Mühle in Essingen zum Verkauf an: „... die­selbe hat einen Mahl-und Schälgang, wobei sich die neu erbaute Oelmühle befindet, die in Ermanglung von hinreichendem Wasser mit einem Pferde betrieben werden kann; nebst Wohnung, Scheuer, Stall und einen großen Speicher. Dabei befinden sich zwölf Mor­gen Ackerland, ein Morgen Wiese und ein Viertel Morgen großer Garten...“ [Eilbote“ Landau vom 27.4.1839, Nr. 17, S. 68] Nach dem Tod des Peter Wagler betrieb dessen Witwe Anna Peterschmitt verh. Wagler die Dorfmühle weiter. Zwischen ihr und der Ge­meinde Essingen begann am 3.1.1844 der sog. Essinger Wasserstreit, der die unberechtigte Wasserentnahme durch die Wiesenan­lieger aus dem sog. Oberbach bzw. „Taupertswiesengräblein“ zum Gegenstand hatte. Der Erbbestandsvertrag vom 20.3.­1771 beinhal­tete in Zi. 8 eine detaillierte Regelung zur Wasserentnahme aus dem sog. Oberbach durch die Angrenzer. In einer anderen Urkunde vom 3.3.1771 „soll aber de sogenannten Taupertswiesengräblein das ganze Jahr das Wasser nicht entzogen werden“. Gegen beiden Reglungen wurde nach Ansicht der Witwe Wagler fortwährend verstoßen. Im Rahmen des Prozesses von 1844 protokollierte der Es­singer Gemeinderat, daß der damalige Müller Wetzel [Anm. Anton Wetzel] in den 1790er Jahren eine Wiese requiriert und darauf einen Graben angelegt hat­te, der das Wasser vom Taupertswiesengraben zu seinem Mühlwiesengraben leitete. Die Gemeinde ver­langte nun von der Witwe Wagler die Beseitigung dieses Grabens [Vgl. LA Speyer Best. U43 Nr. 144; vgl. Schweikart: Die ehemaligen Mühlen in Essingen; in: Heimatjahrbuch Landkreis Südliche Weinstraße 2012, S. 43-47; vgl. Schweikart: Essingen, a.a.O., S. 547-553].

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