denlenfrru
Zahn, Georg
*

ab 1736 Müllermeister auf der Oberen Mühle in Hockenheim. Er kaufte die Mühle von Johannes Junker aus Hanhofen bei Speyer (GLA Karlsruhe, Prozeßakte von 1743, Spezialakten Hockenheim, Convolut 17 Mühlen). Die Kurpfälzische Hofkammer belangte Johannes Jun­ker aus Hanhofen beim Speyer und Nikolaus Zahn wegen Verweigerung der Mühlen-Erbpacht für die Obere Mühle in Hockenheim. Es kommt zum Prozeß. Darin können beide nachweisen, daß Georg Weißbrodt diese Mühle 1736Junker als Eigentum verkauft hat, dieser wiederum die Mühle an Zahn. Demnach müßten die geforderten Abgaben entfallen. Weisbrodt, der als Zeuge vorgeladen wird, gibt nun an, daß diese Mühle seit 1661 ununterbrochen von der Familie Weissbrodt betrieben wurde. In den 1690er Jahren kam sie durch Ver­kauf von der Kurpf. Hofkammer an den Wieslocher Schultheißen Johannes Weisbrodt, und zwar nun als Ei­gentum, unter der Bedingung des Wiederaufbaus, nachdem die Mühle durch Kriegseinwirkung zerstört war. Der Wiederaufbau er­folgte nun auch. Die Behauptungen wurden durch Aussagen alter Hockenheimer Bürger und verschiedener alter Belege glaubhaft ge­macht. Dennoch mußten Junker und Zahn rückwirkend Erbpacht zahlen, denn das Urteil lautete, ein ehemaliger Erbbestand könne nie, auch nicht gutgläubig, Eigentum wer­den. Da beide in gutem Glauben gehandelt hätten, unterbleibe die beabsichtigte Bestrafung. Der frühere Besitzer Weissbrodt hatte die Mühle „leidig bekommen“, da sie nur notdürftig wiederaufgebaut war und „vieler“ Repara­turen bedurfte. Sie war 1736 für 2100 Gulden von Weisbrodt verkauft wurden [zitiert nach Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 53-54]. °° mit NN. Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Oberen Mühle Hockenheim, Nikolaus *Zahn [Vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 53].

More info:
Wikipedia link

BACK