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Computergenealogie

Newsletter 07/2018
  1. DES: Adressbücher

    Neue Adressbücher in der DigiBib:

    * Im Mai wurde das Adressbuch von Metz 1900 online gestellt. Die Scans wurden freundlicherweise vom CompGen-Vereinsmitglied Lothar Klein zur Verfügung gestellt.
    * Durch einen Kontakt mit dem Stadtarchiv Heilbronn sind nun die Bücher von 1950, 1958, 1961 und 1968 in unserer Digibib aufrufbar. (Gerhard Stoll)

    Neue Wunschprojekte zur Erfassung:

    * Ostfriesland (Landdrostei Aurich) 1880-81. Es werden die Einwohner von 6 Städten und über 800 Orten genannt. Ungewohnt (aber spannend) sind die friesischen Vornamen. Die Daten sind einfach zu erfassen. Das Projekt ist also bestens für Einsteiger geeignet. Einige Besonderheiten sind zu beachten. (Joachim Buchholz)
    * Kreis Mettmann 1922. Wie immer hat auch dieses Projekt einige Besonderheiten, die bei der Erfassung zu beachten sind. (Marie-Luise Carl und Joachim Buchholz)

    Abgeschlossene Wunschprojekte:

    * Marburg 1905: Die Erfassung wurde Innerhalb von 5 Wochen abgeschlossen. Sechs Freiwillige erfassten 141 Seiten mit 10.995 Einträgen. Hier können die erfassten Daten gesucht werden.
    * Liegnitz 1926: Die Erfassung wurde Innerhalb von 8 Wochen abgeschlossen. 12 Freiwillige erfassten 622 Seiten mit 41.963 Einträgen. Zur Suche.
    * Meiningen 1904: Die Erfassung wurde im Zeitraum von 4 Wochen abgeschlossen. Vier Freiwillige erfassten 175 Seiten mit 7.265 Einträgen. Zur Suche.

    (Joachim Buchholz, Evelyn Gebhardt und Petra Paschke)

    DES: Polizeiblätter

    Ein weiteres Polizeiblatt wurde für die Erfassung vorbereitet: Polizei- und Gerichts-Anzeiger für Königsberg und die Provinz Ostpreußen. Es gibt online nur 7 Jahrgänge in der Zeit von 1885 – 1893. Erfassen kann man hier. (Jörn Bartels)

    DES: Kirchenbücher

    Zwei neue Projekte zur Erfassung von Kirchenbuchdaten wurden gestartet: Die Digitalisate stehen online bei unserem Kooperationspartner ICARUS (Matricula-online):

    * Das erste Kirchenbuch Bork, St. Stephanus, wurde in Kooperation mit dem Bistumsarchiv Münster zur Erfassung eingerichtet.
    * Das erste Militärkirchenbuch Garnison Köln wurde vom neuen Kooperationspartner, dem Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Archivstelle Boppard, zur Verfügung gestellt. An diesem Projekt beteiligt sich die Westdeutsche Gesellschaft für Familienforschung WGfF ebenfalls als Partner.

    Für die Erfassung der Kirchenbuchdaten mit dem DES wurden neue Editionsrichtlichen erstellt, die noch ergänzt werden. Wie bei jedem Projekt gibt es noch projektspezifische Hinweise. Für beide Projekte werden natürlich wieder viele freiwillige Helfer gesucht, um auch diese Datenquellen in unsere Datenbestände aufzunehmen. (Horst Reinhardt)

    DES: Österr.-Ungarische Verlustlisten

    Über 750.000 Einträge sind inzwischen mit Hilfe des DES erfasst worden, über 10.000 Seiten sind komplett erfasst. Aus diesem Anlass hat Jesper Zedlitz eine Reihe neuer Karten erstellt. Thema ist dieses Mal die Verbreitung von Familiennamen in Österreich-Ungarn. Da sind einige verblüffende Dinge zu sehen. Für die Karten wurde ein Album bei Facebook erstellt. Keine Angst, man kann auch datenschonend darauf zugreifen, vermutlich hat jeder Browser einen Inkognito-Modus, in dem man den Link öffnen kann, ohne dass Facebook eine Verbindung zu den übrigen Surfgewohnheiten herstellen kann. Die Hinweise, man möge sich bitte anmelden, kann man getrost ignorieren. Falls dennoch jemand Bedenken hat, hier gibt es die Karten zum Download von unserem Server.

    Dank der erfolgreichen Kooperation mit Familia Austria, der Landesbibliothek Oberösterreich, dem Arbeitskreis donauschwäbischer Familienforscher (AKdFF), dem Arbeitskreis ungarndeutscher Familienforscher (AkuFF), der Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher (VSFF), dem Kroatischen Staatsarchiv und dem Verein für Computergenealogie haben sich über 100 Teilnehmer an der Erfassung der Verlustlisten beteiligt. (JZ, GJ)

    Grabsteine

    Die seit Anfang Juni 2018 dokumentierten Grabsteine auf rund 65 Friedhöfen finden sich hier. Dem engagierten Team besten Dank für die Mitarbeit! (Holger Holthausen)

    Familienanzeigen

    Bis Anfang Juni sind 17.047 Familienanzeigen aus den Bereichen Bochum, Bremen, Bremerhaven, Calw, Dachau, Flensburg, Fulda, Gießen, Göppingen, Hamburg, Husum, Kiel, Köln, Lüneburger Heide, Mecklenburgische Seenplatte, Mittelsachsen, Mönchengladbach, Niederrhein, Norderstedt, nordöstliches Ruhrgebiet, Osnabrück, Schwarmstedt, Schlitz, Stade, Vaihing/Enz, Walsrode, Wesel, Würzburg, Rhein-Sieg-Kreis, Wetteraukreis online gestellt wurden. Außerdem gibt es Anzeigen aus der Zeitschrift Ermlandbriefe sowie Totenzettel. Es haben sich auch neue Erfasser unserem Projekt angeschlossen. Allen fleißigen Helfern bei der Erfassung der Familienanzeigen ein herzliches Dankeschön. (Helga Scabell)
  2. Das vom Land NRW geförderte Projekt digitalisiert Lokalzeitungen aus NRW im Zeitraum von 1801-1945 und präsentiert sie online und kostenlos in laufender Erweiterung in diesem Zeitungsportal der breiten Öffentlichkeit. Es enthält eine große Bandbreite an lokalen und regionalen Zeitungen, die von kommunalen und staatlichen Archiven und Bibliotheken aus den verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens zur Verfügung gestellt wurden. Orts- und Kalendersuchen erleichtern das Auffinden relevanter Titel und Ausgaben. Auf eine Volltexterkennung wird aus Kostengründen vorerst verzichtet. Ziel ist es, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Material, digitalisierte Zeitungsseiten, zur Verfügung zu stellen. Der Schwerpunkt liegt deshalb zunächst auf der Digitalisierung bereits mikroverfilmter Bestände. Um eine bestmögliche Qualität der Digitalisate zu erzielen, werden in der ersten Projektphase (2017–2019) hauptsächlich hochwertige Masterfilme digitalisiert. Das Angebot wird in den nächsten Jahren stetig ausgebaut. (zeitpunkt.NRW)
  3. Bob Coret, der Betreiber des niederländischen Portals Open Archiven, berichtet erstmals in seinem Newsletter, dass sich die Zahl der angebotenen Daten verringert hat. Ursache: DSGVO. Die Europäische Datenschutzverordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft trat, schützt die Daten lebender Personen, nicht die von Verstorbenen. Darin liegt das Problem: Es könnten Informationen über Lebende z.B. in Familienkarteien enthalten sein, deswegen haben verschiedene niederländische Archive solche Quellen aus dem Netz genommen, was dazu führte, dass 450.000 weniger Personendaten einsehbar sind. Allerdings sind immer noch 194 Millionen Daten durchsuchbar. (Open Archiven)
  4. Familysearch hat die Fotos aller Bände der Wiener Totenbeschauprotokolle 1648-1920 ins Netz gestellt. Die Totenbeschauprotokolle wurden von der Stadt Wien erstellt und sind eine von den Matriken (Kirchenbüchern) völlig unabhängige Quelle. Im Unterschied zu diesen enthalten sie die Verstorbenen aller Konfessionen und sind beispielsweise die einzige systematische personengeschichtliche Quelle über Juden und andere Nichtchristen in Wien vor 1784. Diese Totenbeschauprotokolle weisen im 17. Jahrhundert kleine Lücken auf: 1. Nov. 1656 - 31. Dez. 1658; 1. Juli 1676 - 31. Dez. 1677; 11. Okt. - 31. Dez. 1663, sind aber ansonsten die vollständigste Quelle über Sterbefälle in Wien.

    Während Familysearch alte Schwarzweiß-Mikrofilme digitalisiert hat, hat das Wiener Stadt- und Landesarchiv im Jahr 2015 Farb-Scans der Protokolle der Jahre 1648-1700 ins Netz gestellt. Hier findet man auch eine detaillierte Beschreibung. Für den Zugang zu den Bildern unten auf das + klicken. Familia Austria hat Indizes der Sterbefälle in Wien für 1648-1694 und 1703-1899 angefertigt. (Familia Austria)
  5. Der Verein Memoriav in der Schweiz setzt sich für die Erhaltung und Nutzung des audiovisuellen Kulturguts der Schweiz ein. Wer an der Erhaltung von Fotos, Filmen, Tonträgern etc. interessiert ist, kann u. a. die Empfehlungen online finden, die von Memoriav zur Erhaltung audiovisueller Dokumente publiziert werden. Sie wurden von den Memoriav Kompetenzwerken oder im Rahmen von externen Aufträgen durch Spezialisten oder Spezialistinnen erarbeitet. Zudem wird auf externe Empfehlungen und Standards aufmerksam gemacht, die von internationalen Fachorganisationen oder spezialisierten Institutionen publiziert wurden.